Selfpublishing-Selbstversuch: Aktueller Stand
Ein drittes Mal Zahlen und Fakten

Selbstversuch Selfpublishing mit CreateSpace - Autor sein
20.Jan

Es ist eine Weile her, dass ich zuletzt die Verkaufszahlen des Taschenbegleiters – bzw. meine Einnahmen aus dem Selfpublishing – veröffentlicht habe. Aber ich hatte je versprochen, dass ich mich nach dem Weihnachtsgeschäft wieder zu Wort melde. Hier ist also der aktuelle Stand der Dinge.

Selbstversuch? Einnahmen? Hä?

Da sich in der Zwischenzeit ein paar neue Leser auf meinem Blog tummeln, die sich jetzt vermutlich gerade fragen, was das hier soll, möchte ich mal kurz zusammenfassen: Ich habe mich vor einiger Zeit in die Welt der Selfpublishing-Autoren verirrt – und bin einfach dort geblieben. Ich habe mit meinem kleinen Taschenbegleiter einen Langzeit-Selbstversuch gestartet, um herauszufinden, ob sich das alles lohnt. Da ich ein großer Fan von Transparenz bin, veröffentliche ich die Einnahmen und Ausgaben rund um das Büchlein hier auf meinem Blog. Nach der zweiten Auswertung folgt jetzt also Nummer Drei.

Maßnahmen im letzten halben Jahr

Die letzte Auswertung war im Juli 2016, seit dem hat sich nicht viel getan. Hier ist die gewohnte Übersicht:

  • Es ist bislang bei 7 Rezensionen auf Amazon geblieben – mit einer Gesamtbewertung von 4,7 von 5 Sternen.
  • Der Taschenbegleiter teilt sich nach wie vor eine Webseite mit dem Ausmalbuch, daran habe ich auch nichts verändert. Sie ist „einfach nur da“.
  • Der Link zum Taschenbegleiter bei Amazon* wurde in der Vorweihnachtszeit ein bisschen bei Facebook gestreut.
  • Ein Exemplar wurde in einer Gewinnspielgruppe auf Facebook verlost.

Ausgaben und Einnahmen

Die Ausgaben sind auch dieses Mal sehr überschaubar. Es wurde ein einziges Buch verlost, also 3,99 Euro.

Die letzte Rechnung war inklusive Juni, das heißt, wir schauen jetzt mal auf Juli bis Dezember 2016.

Monat Verkaufte Exemplare Einnahmen in Euro
Juli 19 8,17
August 16 6,88
September 6 2,58
Oktober 3 1,29
November 33 14,14**
Dezember 44 18,92

** Wer nachrechnet und sich wundert, wie die Zahl zustande kommt: ein Exemplar wurde mit Pfund bezahlt (die Einnahmen von £0.33 entsprechen ca. €0,38).

Zusammengerechnet sind das Einnahmen in Höhe von 51,98 Euro.

Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. Pearl S. Buck

Rechnung und Fazit

Die Endsumme der letzten Auswertung (bis Ende Juni 2016) lag bei – 2.081,78 Euro.

Leider knacke ich die 2.000er-Grenze immer noch nicht.
Hier ist die neue Endsumme: – 2.081,78 – 3,99 + 51,98 = – 2.033,79

Mein Schuldenberg bei mir selbst schmilzt also nur mit Zeitlupengeschwindigkeit. Wenn ich einen Mittelwert aus dem letzten halben Jahr bestimmen würde (8,66 Euro/Monat) und es dann hochrechnen würde, bräuchte ich bei gleichbleibenden Einnahmen – ohne weitere Ausgaben – ziemlich genau 19,5 Jahre, bis der Taschenbegleiter profitabel wird, also keine roten Zahlen mehr schreibt. Aber solch deprimierende Rechnungen macht man ja nicht, gell?

Da sich – wie ihr eindrucksvoll sehen könnt – absolut nichts spannendes bei den Einnahmen tut, gibt es das nächste Update erst wieder in einem Jahr. Dann nehme ich das gesamte Verkaufsjahr 2017 unter die Lupe. Vielleicht fallen mir bis dahin ja auch ein paar Marketing-Strategien ein – die allerdings nicht wirklich was kosten dürfen, sonst komme ich ja niemals von den Schulden runter. Immerhin verlangt mein anderes Ich keine Zinsen dafür. 😉

Eine wichtige Frage hätte ich da noch…

Ich habe mehrfach darüber nachgedacht, ob ich das Buch nicht einfach einen Euro teurer machen soll, da die Verkaufszahlen an sich gar nicht so schlecht sind. Zumindest wenn man bedenkt, dass sich die Werbung dafür mehr als in Grenzen hält. Irgendwie widerstrebt es mir aber. Was meint ihr? Wer das Buch nicht kennt, kann sich in meiner Vorstellung davon einen kleinen Überblick verschaffen. Welchen Preis würdet ihr dafür ansetzen? Ist es vielleicht sogar „zu günstig“ und verliert damit an Wertigkeit? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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2 Kommentare zu “Selfpublishing-Selbstversuch: Aktueller Stand

  1. Versuchs doch mal. Kannst doch den Preis dann immer noch runter setzen oder? Kennst du den Notizbuchblog? Vielleicht fragst du dort mal nach, ob du dein Produkt mal vorstellen darfst, oder ob du ein Rezensionsexemplar zuschicken kannst.

    • Hallo Caro, danke für deinen Kommentar! Ich kann den Preis jederzeit in beide Richtungen ändern, das ist kein Problem. Auf Facebook gehen die Meinungen auch eher dahin, dass ich den Preis anheben soll, ich denke, ich werde es mal probieren. Den Notizbuchblog kenne ich nicht, werde mich aber direkt mal auf die Suche begeben – danke dir für den Hinweis!

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