WIP WIP Hurra!
Feuer für die Pläne-Schmiede

WIP Steampunk Flügel: Basteln auf hohem Niveau
22.Jan

WIP steht ja bekanntermaßen für Work IProgress. Soll heißen: Ich bin dran aber noch nicht fertig. WIPs sieht man immer wieder in Foren (hauptsächlich im Do-It-Yourself-Bereich) oder auch gelegentlich bei Youtube. Und manchmal auch auf Blogs. Sie laufen eigentlich immer gleich ab: Der WIPling stellt seine Idee eines WIPdings der Öffentlichkeit vor und wen das Thema interessiert, der abonniert den Forenthread/Youtube-Kanal/Blog und schaut bei der Entstehung eben dieses WIPdings zu. Wobei es mit bloßem Zuschauen eigentlich nicht getan ist, da der WIPling von seinem Publikum eine gewisse Interaktivität erwartet – insbesondere auch ein „Auf-die-Finger-Gucken“ und auf selbige klopfen, falls es einige Zeit nicht weitergehen sollte.

Im Nachhinein betrachtet sind WIPs ganz wunderbare Anleitungen, da sie naturgegebenermaßen unzählige Bilder und Erklärungen der Zwischenschritte enthalten und häufig auch mal Sackgassen aufdecken. Und so ganz nebenbei erspart sich der WIPling hinterher die Tipperei eines Tutorials, was bei aufwendigen Projekten durchaus sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

Das alles erzähle ich euch natürlich nicht ohne Grund. Vorhang auf für mein erstes, öffentliches WIP!

Mein WIPdings

Ich habe eine Menge Ideen in meinem Kopf, die ich gerne irgendwann umsetzen möchte, aber seit Mai 2015 hat eine davon allerhöchste Priorität: Ich möchte Flügel haben. Für das „Warum“ muss ich ein wenig weiter ausholen. Ich turne ja gerne seit vielen Jahren auf diversen Festivals rum, hauptsächlich solche, auf denen man mit einem entsprechenden Outfit aufläuft. (Die zahlreichen WIPs für Festival-Outfits finde ich übrigens gähnend langweilig…) Durch einen Zufall durfte ich letztes Jahr auf einem dieser Festivals einen Steampunk-Flügelrucksack anprobieren und sogar ein bisschen durch die Gegend tragen. Das Besondere an diesem Exemplar von Madhouse Customs ist, dass sich die Flügel über eine Winde am Handgelenk mechanisch auf- und zuklappen lassen – mit einem unglaublich tollen Geschepper. Kurzer Blick gefällig? Da sind sie.

Steampunk-Flügelrucksack Mai 2015

Ich fand Flügel ja schon immer toll, aber das i-Tüpfelchen ist natürlich die Funktion.

Da das Arbeiten mit Metal mir nur bedingt liegt und mir auch das passende Werkzeug samt Werkstatt fehlt, werde ich auf andere Materialien zurück greifen (müssen). Da ich den Grundsatz „Form follows Funktion“ mag, steht noch völlig in den Sternen, wie meine eigenen Flügel mal aussehen werden. Hauptsache, sie sind klappbar – wenn auch ohne das wunderbare metallische Scheppern.

Was ich von diesem WIP erwarte

In erster Linie hoffe ich natürlich, das Projekt beenden zu können. Die meisten WIPs, die ich bisher verfolgt habe, wurden übrigens nie fertig gestellt. 😉 Und da bin ich jetzt bei eurer Rolle: Haut mir virtuell auf die Finger! Wenn es länger als zwei, drei Wochen keinen Zwischenbericht gab, dann bohrt nach!

Ich erwarte jede Menge Probleme und viel Ausprobiererei, aber ich bin sicher, dass irgendetwas tragbares dabei rauskommen wird. Leider habe ich bisher keine wirklich brauchbaren Tutorials zu mechanischen Flügeln gefunden, die wirklich bei null anfangen. Und sobald die Technik etwas ausgefeilter wird, scheinen so ziemlich alle ihr Wissen zum Geheimnis zu machen.
Immerhin muss ich dieses Monster-Projekt nicht ganz allein stemmen, meine Festival-Crew (genauer: Die allerbesten Zeltplatzmitbewohner der Welt) werden mir hoffentlich beizeiten mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Am Anfang steht der Plan

Ich hatte euch ja schon erzählt, mit welcher Methode ich üblicherweise an Dinge herangehe. Bei meinem Flügel-WIP sieht das in etwa so aus:

  • Grundplatte (Halterung) vorbereiten
    • Material suchen und besorgen
    • Arbeitsumgebung einrichten und Platte montieren
  • Mechaniken recherchieren (ja, ja, Grundlagen der Physik) und als Modell aus Pappe o.ä. nachbauen
    • Auf- und zufalten der Flügelstangen
    • Mechanismus, der die Stangen bewegt
    • Steuerung
  • Material recherchieren und besorgen (nur Mechanik und Gestänge)
  • Zusammenbauen und modifizieren bis es passt
  • Weitere Stangen o.ä. dazubauen (Optik)
  • Lackieren/Färben der später sichtbaren Teile
  • Schwingenmaterial recherchieren, besorgen und anpassen
  • Eventuell nachjustieren, haltbarer machen, dekorieren

Fertig sein sollte das Ganze möglichst bis Mitte Mai – aber notfalls reicht auch Juli. 😉

Habt ihr selbst schonmal ein WIP ins Leben gerufen? Und beendet? Was haltet ihr von meinem Vorhaben?

Ähnliche Beiträge

Anzeige

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

8 + sechs =