Fransiges Zombieküken
Eine Anleitung für Fransenapplikationen

Anleitung Fransenapplikation Zombieküken
05.Jan

„Ein bisschen Zottel hier, ein wenig Franse dort und das Ganze bitte etwas unordentlich.“ Sowas in der Art ging mir durch den Kopf, als ich relativ gedankenverloren (ja, das kommt öfter mal vor) das Wort „Zombieküken“ digitalisiert habe. Was fehlt war schnell klar: Da musste unbedingt eine doodelige Fransenapplikation drunter. Und hier kommt auch direkt die Anleitung, wie ihr das nachmachen könnt.

Die Zombieküken-Stickdatei findet ihr bei den Freebies (Edit Mai 2018: Da ich mich aufgrund der Anforderungen der DSGVO dazu entschieden habe, den Shop, über den ich die Freebies bisher zur Verfügung gestellt habe, abzuschalten, gibt es derzeit leider keine Möglichkeit, die Dateien runterzuladen.), alternativ könnt ihr aber auch eine andere Fransenapplikation verwenden, die ihr gerade zur Hand habt. Wichtig ist, dass ihr die Farblagen bzw. den Aufbau der Datei kennt. Ich halte mich hier ans Zombieküken und erkläre das Vorgehen anhand dieser Datei.

Erstmal die Vorbereitungen

Wenn ihr euch das Stickdateien-Set runtergeladen habt, findet ihr  im ZIP-Archiv unter anderem ein Bild. Das ist das, was ich mit Farblagen meinte.

Stickdatei Zombieküken Farblagen

Wie ihr am oberen Rand sehen könnt, besteht die Datei (die mit der Fransenapplikation, der einzelne Schriftzug besteht natürlich nur aus einem einzigen Schritt) aus drei Schritten, die mit unterschiedlichen Farben benannt sind. Wie lassen mal die ulkigen Farbbezeichnungen beiseite und nennen sie schlicht rot, blau und schwarz. Der erste Teil (rot) ist zur Markierung gedacht. Ihr stickt damit die Position der späteren Applikation auf dem Trägerstoff vor. Das Garn verschwindet also danach unter dem Applikationsstoff. Die anderen beiden Schritte sind die „sichtbaren“ Stickereien. Ich sticke sie der Einfachheit halber meistens mit demselben Garn, aber das ist natürlich euch überlassen.

Ran an die Maschine!

Wählt eure erste Garnfarbe aus und setzt eine dazu passende Unterfadenspule ein. Wenn ihr das ganz ganz ganz akkurat machen möchtet, wählt ihr hier eine Farbe aus, die dem Trägerstoff sehr nahe kommt. Ich habe ausnahmsweise mal hellblau genommen, damit man etwas erkennt. Normalerweise ist schwarz die Farbe meiner Wahl. Nahezu immer. Dann könnt ihr auch schon den Trägerstoff mit passendem Vlies in den Rahmen spannen (wie ihr an den Größenangaben im Bild oben sehen könnt, wäre hier ein 10×10-Rahmen angebracht). Ich habe für einen Probestick Ausreißvlies und schwarzen (wer hätte das gedacht…) Fleecestoff verwendet.

Stickt nun den ersten Schritt (rot).

Sticken der Markierung

Jetzt habt ihr ein Oval, das die Position der Applikation markiert (Sorry für die gruselig schlechten Fotos, ich gelobe Besserung.). Sucht euch jetzt ein Stückchen Stoff raus, dass dieses Oval vollständig bedeckt und legt es auf euren Stoff.

Auflegen des Applikationsstoffs.

Steckt es fest (aber nicht über dem gestickten Oval, da wird ja gleich wieder gestickt – lieber am Rand) oder klebt es mit Klebeband fest. Das habe ich in einem geistigen Anflug geistiger Umnachtung aus irgendeinem Grund leider nicht getan und prompt hatte ich eine Welle drin. Ich habe für meine Probe ziemlich dicken Jeansstoff verwendet. War eine kleine Herausforderung in Kombination mit dem dicken Fleece.

Wenn alles ordentlich fixiert ist, könnt ihr den nächsten Schritt sticken (blau). Wählt dafür eine Garnfarbe, die auf dem applizierten Stoff gut sichtbar ist. Startet den Stickvorgang und guckt zu, wie die Maschine dreimal um das Oval herum stickt.

Der Applikationsstoff wurde festgestickt.

Bei manchen Stickdateien kann es sein, dass der Applikationsstoff zunächst festgestickt wird und dann erst die „richtigen“ Applikationsstiche folgen – hier ist das nicht so. Auf dem Bild kann man auch schön den Hubbel in der Mitte sehen. Hätte ich das mal lieber ordentlich angeklebt…

Im nächsten Schritt (schwarz) wird der Schriftzug gestickt. Ihr könnt nochmal die Farbe wechseln, wenn ihr möchtet.

Fransenapplikation mit Schriftzug

Jetzt könnt ihr den Rahmen aus der Maschine raus nehmen.

Letzter Feinschliff

Wenn ihr euch euer Werk anseht, seht ihr überall noch die Sprungfäden. Schnappt euch eine Schere und schneidet sie ab. ich verwende dafür eine gewöhnliche Nagelschere, aber es gibt natürlich auch andere Varianten. Ob ihr die Stickerei dazu im Rahmen lasst oder vorher rausholt ist Geschmackssache – ich lass sie für diese Arbeit lieber drin.

Rausschneiden der Sprungfäden

Als letztes schneidet ihr den überstehenden Applikationsstoff zurück. Das muss nicht ordentlich sein, es heißt nicht umsonst „Franse“. 😉

Fertig! Ihr habt es geschafft!

Anleitung Fransenapplikation Ergebnis

Habt ihr vorher schonmal Fransenapplikationen gestickt? Fandet ihr die Anleitung verständlich? Und wie sieht überhaupt ein Zombieküken aus?

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