Die brandneue (höhö) Anthologie aus dem Carpathia Verlag (übrigens der zweitbeste aller Kleinverlage) hat es in sich. In 29 Geschichten von 27 Autor*innen spielt das Feuer die Hauptrolle – doch nicht jede Flamme bringt Licht ins Dunkel. Wie bereits „Aqua Obscura – in der Tiefe lauert die Dunkelheit“ ist auch „Ignis Lucidus – nicht jedes Feuer bringt Licht ins Dunkel“ pony-powered. Heißt: Ich bin zusammen mit Carpathia-Kapitän Robert Herausgeber, das Cover kommt von mir (mit freundlicher Unterstützung meiner Lieblings-KI fürs Hintergrundbild) und auch sonst steckt ziemlich viel Chaospony drin.

Herausgeber mit Illustrator und Autor

Zwei stolze Herausgeber mit Adrian van Schamen (Illustrator und Autor) und Philip Krömer (Autor)

Ignis Lucidus ist eine Anthologie, die sich dem Element Feuer widmet – und zwar nicht nur als hübsches Symbol für Wärme und Kerzenromantik, sondern in seiner ganzen B(r)andbreite. Die Geschichten bewegen sich zwischen Glut und Flammen, zwischen vorsichtigem Hoffnungslicht und kompletter Eskalation. Feuer taucht hier als Schutz, als Zerstörung, als Übergang und als verdammt unberechenbare Kraft auf.

Die beiden Herausgeber mit Lyakon (Autor)

Woran denkt ihr so beim Thema Feuer? Hexenverbrennung? Hölle? Phönix? Irrlichter? Alles drin – und nichts doppelt. Wir haben bei der Auswahl der Geschichten darauf geachtet, dass kein Motiv mehrfach auftaucht und die Erzählstile bewusst unterschiedlich sind. Manche sind leise, fast schwelend, andere gehen direkt auf Angriff und legen alles offen. Es gibt kein einheitliches Tempo, keine durchgehende Tonlage – Feuer ist eben nicht konsistent. 

Illustration Notre Dame in Flammen von Adrian van Schwamen

Illustration Notre Dame in Flammen von Adrian van Schwamen

Wie jede gute Anthologie funktioniert Ignis Lucidus dann am besten, wenn man sich darauf einlässt, dass nicht jede Geschichte gefallen will. Manche kratzen, manche lassen dich kurz stehen wie nach einem plötzlichen Hitzeschwall. Das ist kein Buch zum Durchrauschen, sondern eher eins, das kleine Brandspuren hinterlässt – mal mehr, mal weniger tief.

Erschienen ist das Buch zur LBM. Leider sind Buchmessen immer so plötzlich da (wie Weihnachten!), weshalb es dann doch ein paar Nachtschichten eingefordert hat. Und das nicht nur von uns. Sämtliche Autor*innen haben mit uns an einem Strang gezogen und bei der Überarbeitung der Geschichten richtig Gas gegeben. Auch Lieblings-Illustrator Adrian van Schwamen hat die Zeit kurz angehalten, um ganz viele wundervolle Zeichnungen beizusteuern.

Ich kann gar nicht sagen, welche der Storys mir am besten gefällt – ich liebe sie alle, sonst hätten wir sie nicht ausgewählt. Schaut euch das Buch mal an – ich bin sicher, ihr werdet es ebenso lieben.

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